Profitetrader Kolumnen
Die Meister im Gelddrucken: FED und BoJ
Liebe Leser,
die amerikanische FED sowie die Bank of Japan (BoJ) werden weitere Anleihenkäufe durchführen. Dies führt zu einer weiteren Verteuerung von Sachwerten wie Aktien und Rohstoffen (Asset Price Inflation). Die BoJ kündigte Anfang Oktober an, für 61 Milliarden USD Staatsanleihen, ETFs und Immobilienfonds zu kaufen. Eine Besonderheit ist, dass die Japaner neben diesen Assets auch spekulativere Bonds mit einem Rating bis zu BBB- im Wert von 5 Milliarden USD kaufen wollen. Das Rating BBB- impliziert hochspekulative Anleiheninvestments, bei denen ein Zahlungsausfall bei verschlechterter wirtschaftlicher Lage wahrscheinlich ist. Durch den Kauf von Junkbonds will die BoJ auch für schwächere Unternehmen die Kreditzinsen in die Knie zwingen.
Grundsätzlich ist es für Investierte ja gut wenn die Preise für Aktien und andere Wirtschaftsgüter weiter steigen, wir erklären warum wir dennoch vorsichtig sind. Zunächst kann man durch das Gelddrucken die Taschen der Aktien- und Rohstoffinvestoren füllen, was für einen sehr kleinen Teil der Bevölkerung sicherlich angenehm ist. Allerdings schafft man dadurch keine Arbeitsplätze und kann die Unternehmen nicht zu Investitionen zwingen. Das Hauptproblem, der Arbeitsmarkt, wird dadurch nicht adressiert. Insbesondere in den USA gibt es kaum Verbesserungstendenzen bei einer Arbeitslosenquote nahe 10% die nicht wirklich fallen mag.
Beste Grüsse
Harald Seemann
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